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<title>Helmut Ammann</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Helmut Ammann</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">

<p><b>Helmut Ammann</b> (* <a href="21._Oktober" title="21. Oktober">21. Oktober</a> <a href="1907" title="1907">1907</a> in <a href="Shanghai" title="Shanghai">Shanghai</a>; † <a href="28._Januar" title="28. Januar">28. Januar</a> <a href="2001" title="2001">2001</a> in <a href="P%C3%B6cking" title="Pöcking">Pöcking</a> am Starnberger See) war ein <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweizer</a> <a href="Bildhauer" class="mw-redirect" title="Bildhauer">Bildhauer</a>, <a href="Maler" class="mw-redirect" title="Maler">Maler</a>, <a href="Graphiker" class="mw-redirect" title="Graphiker">Graphiker</a> und <a href="Glasmalerei" title="Glasmalerei">Glasmaler</a>. Er lebte seit Anfang der dreißiger Jahre in <a href="M%C3%BCnchen" title="München">München</a>, wo er sechzig Jahre lang als freier <a href="Bildhauerei" title="Bildhauerei">Bildhauer</a> arbeitete. Der chinesische Geburtsort prägte zeitlebens sein fernöstlich-philosophisches Denken, sein großbürgerliches <a href="Protestantismus" title="Protestantismus">protestantisches</a> Elternhaus seine tiefe Gläubigkeit. Beides war für seine Arbeiten von großer Wichtigkeit.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben_und_Wirken">Leben und Wirken</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Jugend_und_Ausbildung">Jugend und Ausbildung</h3></div>
<p>Der Schweizer Helmut Ammann, geboren 1907 in Shanghai als Sohn von Waldemar Ammann, dem Gründer und Leiter der dortigen „Deutschen Medizinschule“, wuchs in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a> auf. Schon als Jugendlichen faszinierten ihn <a href="Rezitation" title="Rezitation">Rezitation</a> und <a href="Theater" title="Theater">Theater</a>, <a href="Musik" title="Musik">Musik</a> und <a href="Malerei" title="Malerei">Malerei</a>, die er zu seinem Beruf machen wollte. Diese musische Grundbildung formte in vielfältiger Weise auch seine späteren Arbeiten. Ein Aufenthalt in <a href="Paris" title="Paris">Paris</a> ermöglichte ihm 1927 Studien bei Bildhauern wie <a href="Antoine_Bourdelle" title="Antoine Bourdelle">Émile-Antoine Bourdelle</a>, <a href="Ossip_Zadkine" title="Ossip Zadkine">Ossip Zadkine</a> und <a href="Charles_Despiau" title="Charles Despiau">Charles Despiau</a>. 1930–1932 folgte ein Studium der <a href="Bildhauerei" title="Bildhauerei">Bildhauerei</a> an der <a href="Vereinigte_Staatsschulen_f%C3%BCr_freie_und_angewandte_Kunst" title="Vereinigte Staatsschulen für freie und angewandte Kunst">Vereinigte Staatsschulen für freie und angewandte Kunst</a> in Berlin bei <a href="Otto_Hitzberger" title="Otto Hitzberger">Otto Hitzberger</a> und <a href="Wilhelm_Gerstel_(Bildhauer)" title="Wilhelm Gerstel (Bildhauer)">Wilhelm Gerstel</a>, 1933 schlossen sich Grafikstudien an der <a href="Akademie_der_Bildenden_K%C3%BCnste_M%C3%BCnchen" title="Akademie der Bildenden Künste München">Akademie der Bildenden Künste in München</a> bei <a href="Adolf_Schinnerer" title="Adolf Schinnerer">Adolf Schinnerer</a> an. Seit 1942 stand er mit dem Münchner Bildhauer <a href="Karl_Knappe" title="Karl Knappe">Karl Knappe</a> in einem intensiven künstlerischen Dialog.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Jahre_1933_bis_1945">Die Jahre 1933 bis 1945</h3></div>
<p>Als Schweizer Staatsbürger war er von den Maßnahmen des <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">NS-Regimes</a> wenig betroffen. Er leistete kurze <a href="Wehrdienst" title="Wehrdienst">Wehrübungen</a> in der Schweiz ab und musste nicht in den Krieg ziehen. Er gehörte jedoch zum ferneren Freundeskreis der „<a href="Wei%C3%9Fe_Rose" title="Weiße Rose">Weißen Rose</a>“: <a href="Alexander_Schmorell" title="Alexander Schmorell">Alexander Schmorell</a>, der Bildhauer werden wollte, bewahrte sein Werkzeug in Ammanns Atelier auf. Bei zwei Treffen vor der Verhaftung der studentischen Widerstandsgruppe war das Ehepaar Ammann zusammen mit den <a href="Geschwister_Scholl" title="Geschwister Scholl">Geschwistern Scholl</a>, <a href="Christoph_Probst" title="Christoph Probst">Christoph Probst</a> und <a href="Kurt_Huber" title="Kurt Huber">Kurt Huber</a> zu einem geselligen Abend unter Freunden und Künstlern in der Kaulbachstraße eingeladen. Warnungen vor übereiltem, unüberlegtem Vorgehen blieben ungehört. Ein Bombentreffer zerstörte 1943 Ammanns Münchner Atelier, woraufhin er mit seiner Frau Carmen bis 1947 nach <a href="Castell_(Unterfranken)" title="Castell (Unterfranken)">Castell</a> in <a href="Unterfranken" title="Unterfranken">Unterfranken</a> evakuiert wurde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Reaktionen_auf_den_Krieg">Reaktionen auf den Krieg</h3></div>

<p>Helmut Ammann sagte, er habe „seine Waffen“ gegen den Krieg erst nach 1945 gefunden. Er schuf einige Werke, die als rückblickende Zeitkommentare zu bewerten sind: <i>Die Klage</i>, der <i>Schmerz</i>, <i>Kain und Abel</i> und andere mehr. Vor allem sein Mahnmal gegen den Krieg in <a href="P%C3%B6cking" title="Pöcking">Pöcking</a> am Starnberger See aus dem Jahre 1983 fasst Mahnung und Erinnerung in eine Form. Ein „politischer Künstler“ war er jedoch nicht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Familie_und_Freunde">Familie und Freunde</h3></div>
<p>Helmut Ammann war von 1935 bis 1976 mit Carmen Inés Stubenrauch verheiratet, als Tochter deutscher Eltern in <a href="Valpara%C3%ADso" title="Valparaíso">Valparaíso</a>, <a href="Chile" title="Chile">Chile</a>, geboren. Sie war in der Kunst Vorbild für viele seiner Frauengestalten. Nach ihrem Tod lebte Ammann über 20 Jahre mit Gisela Krauss van Erkelens, die auch die Betreuung seiner Werke übernahm.(* 8. Juni 1956 in Zürich). Die deutsche Historikerin <a href="Marita_Krauss" title="Marita Krauss">Marita Krauss</a> ist seine <a href="Stieffamilie" title="Stieffamilie">Stieftochter</a>.
</p><p>Ammann pflegte intensive Künstlerfreundschaften, so mit den Malern und Literaten des <a href="Seerosenpreis" title="Seerosenpreis">Seerosenkreises</a>, mit dem Pianisten <a href="Claudio_Arrau" title="Claudio Arrau">Claudio Arrau</a> oder dem Maler, Glasfensterkünstler und Musiker <a href="Franz_Grau" title="Franz Grau">Franz Grau</a>; aber auch mit seinem Zeichenlehrer am Gymnasium Berlin-Friedenau, Graphiker und Maler <a href="Ernst_Zipperer" title="Ernst Zipperer">Ernst Zipperer</a>, der ihn früh prägte und mit dem er in enger Freundschaft bis zu dessen Tod 1982 verbunden war. Mit einigen evangelischen <a href="Superintendent" title="Superintendent">Dekanen</a> und <a href="Pfarrer" title="Pfarrer">Pfarrern</a> wie dem Würzburger <a href="Wilhelm_Schwinn" title="Wilhelm Schwinn">Wilhelm Schwinn</a>, Dietrich Barnstein aus <a href="Bad_Honnef" title="Bad Honnef">Bad Honnef</a> oder dem Theologieprofessor <a href="Richard_Riess" title="Richard Riess">Richard Riess</a> fühlte er sich über das theologische Gespräch und den freundschaftlichen Umgang verbunden. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit <a href="Architekt" title="Architekt">Architekten</a> wie <a href="Reinhard_Riemerschmid" title="Reinhard Riemerschmid">Reinhard Riemerschmid</a> (1914–1996) oder <a href="Olaf_Andreas_Gulbransson" title="Olaf Andreas Gulbransson">Olaf Andreas Gulbransson</a> beim Wiederaufbau von Kirchen basierte auch auf persönlicher Freundschaft.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Werk_und_Rezeption">Werk und Rezeption</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bildnerische_und_zeichnerische_Arbeiten">Bildnerische und zeichnerische Arbeiten</h3></div>
<p>Helmut Ammann war mit vielen Materialien künstlerisch tätig: Er arbeitete in Holz, Stein und Bronze, er setzte Steinmosaike und <a href="Bleiglasfenster" title="Bleiglasfenster">Glasfenster</a>, er war <a href="Malerei" title="Malerei">Maler</a> und <a href="Grafiker" title="Grafiker">Grafiker</a> und er fertigte zahlreiche <a href="Holzschnitt" title="Holzschnitt">Holzschnitte</a> und <a href="Radierung" title="Radierung">Radierungen</a>. Zudem entstanden weit über 5000 <a href="Skizze" title="Skizze">Skizzen</a> „Anonymer Zeitgenossen“ in der Bahn, in Cafés oder auf Tagungen. Für seine Frau Carmen zeichnete er über 25 Jahre <i>Morgengrüße an Carmen</i>, ein grafisches <a href="Tagebuch" title="Tagebuch">Tagebuch</a>, von dem etwa 800 Blätter erhalten sind. In der „Seerosenen“-Zeit entstanden von ihm Schüttelverse wie (erinnert von Irene Hallmann(-Strauss)): „Kein Mensch hat zu übertünchen Mut, / was Lothar Diez für München tut.“
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Im_Auftrag_der_evangelischen_Kirche">Im Auftrag der evangelischen Kirche</h4></div>
<p>Die <a href="EKD" class="mw-redirect" title="EKD">Evangelische Kirche</a> war für den freien Bildhauer Helmut Ammann fast dreißig Jahre lang wichtigster Auftraggeber: Die gestalterische Lösung von <a href="Altar" title="Altar">Altären</a>, <a href="Leuchter_(Liturgie)" title="Leuchter (Liturgie)">Leuchtern</a>, <a href="Taufbecken" title="Taufbecken">Taufsteinen</a>, <a href="Bleiglasfenster" title="Bleiglasfenster">Kirchenfenstern</a> stand von den 1930ern bis weit in die 1960er Jahre im Mittelpunkt seines Schaffens. Dafür gewann er auch etliche große Wettbewerbe. Über einen Zeitraum von 60 Jahren entstanden über 70 große Kirchenfenster in 25 Kirchen in Deutschland, so in der <a href="Christuskirche_(M%C3%BCnchen-Neuhausen-Nymphenburg)" title="Christuskirche (München-Neuhausen-Nymphenburg)">Christuskirche</a> und in der <a href="Lutherkirche_(M%C3%BCnchen)" title="Lutherkirche (München)">Lutherkirche</a> München, in der <a href="St._Ansgarii_(Bremen)" title="St. Ansgarii (Bremen)">Ansgariikirche</a> Bremen, in der Weilheimer Apostelkirche, in der <a href="Schlosskirche_(Meisenheim)" title="Schlosskirche (Meisenheim)">Schlosskirche Meisenheim</a> und der <a href="Protestantische_Kirche_(Lambrecht)" title="Protestantische Kirche (Lambrecht)">gotischen Klosterkirche</a> <a href="Lambrecht_(Pfalz)" title="Lambrecht (Pfalz)">Lambrecht (Pfalz)</a> oder auch in <a href="N%C3%BCrnberg" title="Nürnberg">Nürnberg</a>. Ferner schuf er zahlreiche große Holzschnitzwerke wie in Würzburg die Kreuzigungsgruppe in <a href="St._Stephan_(W%C3%BCrzburg)" title="St. Stephan (Würzburg)">St. Stephan</a> oder den <i>Wiederkehrenden Christus</i> in <a href="St.-Johannis-Kirche_(W%C3%BCrzburg)" title="St.-Johannis-Kirche (Würzburg)">St. Johannis in Würzburg</a>, ferner große Kruzifixus und Flügelaltäre in <a href="Bielefeld" title="Bielefeld">Bielefeld</a>, in der <a href="Hospitalkirche_(Hof)" title="Hospitalkirche (Hof)">Hospitalkirche Hof</a>, <a href="Marxgr%C3%BCn" title="Marxgrün">Marxgrün</a> oder <a href="M%C3%BCnchen" title="München">München</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Im_öffentlichen_Raum"><span id="Im_.C3.B6ffentlichen_Raum"></span>Im öffentlichen Raum</h4></div>

<p>Im öffentlichen Raum finden sich Werke wie <i>Die Verstrickung</i> (1977, <a href="Europ%C3%A4isches_Patentamt" class="mw-redirect" title="Europäisches Patentamt">Europäisches Patentamt</a>, München), die <i>Drei Zeitungsleser</i> für den <a href="Deutscher_Presseclub" title="Deutscher Presseclub">Presseclub</a> in <a href="Bonn" title="Bonn">Bonn</a> (1982), in <a href="Starnberg" title="Starnberg">Starnberg</a> die Holzskulptur <i>Nepomuk</i> (1981) oder in der <a href="Evangelische_Akademie_Tutzing" title="Evangelische Akademie Tutzing">Evangelischen Akademie</a> in <a href="Tutzing" title="Tutzing">Tutzing</a> die Figurengruppe <i>Das Gespräch</i>. Für die Ehrenhalle des <a href="Deutsches_Museum" title="Deutsches Museum">Deutschen Museums</a> schuf er die Marmorbüsten der Physiker <a href="Werner_Heisenberg" title="Werner Heisenberg">Werner Heisenberg</a> (1991) und <a href="Otto_Hahn" title="Otto Hahn">Otto Hahn</a> (1976), für das Kantonsspital <a href="Schaffhausen" title="Schaffhausen">Schaffhausen</a> / Schweiz die große Steingruppe <i>Ross und Wächter</i> aus Muschelkalk (1959/1961). Für <a href="Heinz_R%C3%BChmann" title="Heinz Rühmann">Heinz Rühmann</a> entstand 1995 der Grabstein, ein Bronzeband auf <a href="Travertin" title="Travertin">Travertin</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Als_Porträtist"><span id="Als_Portr.C3.A4tist"></span>Als Porträtist</h4></div>
<p>Als Porträtist bekannter Persönlichkeiten schuf er weit über 100 Arbeiten in <a href="Bronze" title="Bronze">Bronze</a> und <a href="Stein" title="Stein">Stein</a>. Er porträtierte den Dirigenten <a href="Hans_Knappertsbusch" title="Hans Knappertsbusch">Hans Knappertsbusch</a> (1966, <a href="Prinzregententheater" title="Prinzregententheater">Prinzregententheater</a> München), den Regisseur und Intendanten <a href="Wieland_Wagner" title="Wieland Wagner">Wieland Wagner</a> (1968, Stadthalle Bayreuth) und den <a href="Pianist" title="Pianist">Pianisten</a> Jan Odé (1969, Musikkonservatorium); die Schriftsteller <a href="Leonhard_Frank" title="Leonhard Frank">Leonhard Frank</a> (1963, Gewerkschaftshaus Würzburg), <a href="Martin_Gregor-Dellin" title="Martin Gregor-Dellin">Martin Gregor-Dellin</a> (1986, Privatbesitz) und <a href="Heinz_Fl%C3%BCgel" title="Heinz Flügel">Heinz Flügel</a> (1976); den Unternehmer <a href="Rolf_Rodenstock" title="Rolf Rodenstock">Rolf Rodenstock</a> (1987, Industrie- und Handelskammer, München), den Wirtschaftspolitiker <a href="David_Hansemann" title="David Hansemann">David Hansemann</a> (1987, <a href="Deutscher_Industrie-_und_Handelskammertag" class="mw-redirect" title="Deutscher Industrie- und Handelskammertag">Deutscher Industrie- und Handelstag</a> in <a href="Bonn" title="Bonn">Bonn</a>) und den Banker Ernst Matthiensen (1972, Investmentinstitut Frankfurt, Privatbesitz New York); den Universitätsprofessor für Dermatologie <a href="Alfred_Marchionini" title="Alfred Marchionini">Alfred Marchionini</a> (1965, Universitätsklinik München) und den Universitätsprofessor für Chemie <a href="Heinz_A._Staab" title="Heinz A. Staab">Heinz A. Staab</a> (1993, <a href="Max-Planck-Gesellschaft" title="Max-Planck-Gesellschaft">Max-Planck-Gesellschaft</a>, München).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Poetisch-literarische_Werke">Poetisch-literarische Werke</h3></div>
<p>Für Helmut Ammann war das <a href="Tagebuch" title="Tagebuch">Tagebuchschreiben</a> ein Medium der künstlerischen Reflexion: „Aufgabe des Bildhauers ist es, ‚Gegenwart‘ zu schaffen, so dass Vergangenheit und Zukunft in ihr aufgehen. Die Intensität des Handelns im Stoff schafft Spuren der Gegenwärtigkeit, die dann gleich sind der Gegenwärtigkeit des Handelns“. Bei der Arbeit versenkte er sich wie in einer <a href="Meditation" title="Meditation">Meditation</a>; das Tagebuch ermöglichte ihm die nötige Distanz. Im Tagebuch notierte Helmut Ammann vielfältige künstlerische Überlegungen, auf die er später zurückgreifen konnte und die ihm ein wichtiger Ideenfundus waren. Zugleich schrieb er zahlreiche Vorträge und Reflexionen zur Kunst, ein umfängliches autobiografisches Romanfragment, zahlreiche Gedichte und Erzählfragmente.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausstellungen">Ausstellungen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Einzelausstellungen">Einzelausstellungen</h3></div>
<ul><li>1976: Katholische Akademie in München</li>
<li>1979: „Retrospektive“, Museum Schaffhausen</li>
<li>1982: Presseclub Bonn</li>
<li>1987: „Entwicklungen“, Ignaz-Günther-Haus, München</li>
<li>1987: „Das neue Gesicht“, im Schweizerhaus, München (zum 80. Geburtstag)</li>
<li>1997: „Retrospektive zum 90. Geburtstag“, Kunsträumen der Dresdner Bank, München</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gruppenausstellungen">Gruppenausstellungen</h3></div>
<p>mit der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft im Haus der Kunst (seit 1950; auch Juror für Abt. Skulptur), mit den Künstlern der Seerose, aber auch z. B. auf den Evangelischen Kirchentagen in Nürnberg (1979), Düsseldorf (1985) oder Frankfurt (1987)
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Auszeichnungen">Auszeichnungen</h2></div>
<ul><li>1966: <a href="Schwabinger_Kunstpreis" title="Schwabinger Kunstpreis">Schwabinger Kunstpreis</a>, München</li>
<li>1971: Albert-Schweitzer-Preis für Kunst, Amsterdam</li>
<li>1984: Pygmalionmedaille: Preis der deutschen Kunststiftung der Wirtschaft, München</li>
<li>1995: Großer Preis der Bayerischen Volksstiftung, München</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Veröffentlichungen"><span id="Ver.C3.B6ffentlichungen"></span>Veröffentlichungen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Texte">Texte</h3></div>
<ul><li>mit <a href="Robert_Maximilian_Helmschrott" title="Robert Maximilian Helmschrott">Robert M. Helmschrott</a>: <i>Rufe, Texte, Töne.</i> Bilder zur Meditation. München 1985.</li>
<li><i>Gedichte in Stein.</i> Memmingen 1987.</li>
<li><i>Geheime Grundstrukturen und sonderbare Konjunkturen des Zufalls.</i> In: Richard Riess (Hg.): <i>Drei Zeilen trage ich mit mir. Worte, die ein Leben begleiten.</i> Freiburg im Breisgau 1995, S. 178–183.</li></ul>
<ul><li>Werktagebücher, herausgegeben von Erich Kasberger
<ul><li><i>Der ganze Himmel ist mit tausend Offenbarungen in mich gefallen und ich in ihn …</i> Werktagebücher eines Bildhauers und Malers, Bd. 1, 1921–1965. München 2007.</li>
<li><i>Spur und Siegel meiner Jahre …</i>. Werktagebücher Bd. 2, 1966–1996. München 2007.</li>
<li><i>Fragmente, Zyklen, Reflexionen.</i> Werktagebücher Bd. 3, 1966–1996. München 2015.</li>
<li><i>Morgengrüße an Carmen</i>, Werktagebücher Bd. 4, 1950–1976. München 2009.</li>
<li><i>GlasFensterKunst</i>, Werktagebücher Bd. 5, 1934–1992. München 2017.</li></ul></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Erich Kasberger: <i>Helmut Ammann. Bildhauer, Maler, Grafiker.</i> München 1997.</li>
<li>Erich Kasberger, <a href="Marita_Krauss" title="Marita Krauss">Marita Krauss</a>: <i>Jakob in der bildenden Kunst am Beispiel von Helmut Ammann.</i> In: Richard Riess (Hg.): <i>Ein Ringen mit dem Engel. Essays, Gedichte und Bilder zur Gestalt des Jakob.</i> Göttingen 2008, S. 205–212.</li>
<li>Ausstellungsobjekte in den Katalogen zu den Großen Kunstausstellungen im Haus der Kunst München, 1950 bis 1960.</li>
<li><i>Neue Blicke auf die Glasfenster von Helmut Ammann in der Christuskirche München-Neuhausen.</i> <a href="Christuskirche_(M%C3%BCnchen-Neuhausen-Nymphenburg)" title="Christuskirche (München-Neuhausen-Nymphenburg)">Stiftung Christuskirche</a>, München 2015.</li>
<li>Erich Kasberger und Marita Krauss: <i>Vererbte Kunst. Der Bildhauer und Maler Helmut Ammann (1907–2001)&nbsp;und sein Nachlass</i>. In: Catherine Mazellier-Lajarrige / Ina Ulrike Paul / Christina Stange-Fayos (Hrsg.): Geschichte ordnen – L'Histoire mise en ordre. Peter Lang, Berlin 2020 (Zivilisationen &amp; Geschichte; 59), ISBN 978-3-631-79655-9, S. 165–175.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Helmut_Ammann?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Helmut Ammann</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://galerie-ammann.de/">Galerie Helmut Ammann</a> in Pöcking am Starnberger See</li></ul>
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<div>
Normdaten&nbsp;(Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/118745875">118745875</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/n98098873">n98098873</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/40173731/">40173731</a></span> | </div>
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